Patrick Niedermayer

Was ist ein Working out Loud Circle?

Working out Loud (WOL) ist eine Methode zur Zusammenarbeit und zum gemeinsamen Lernen

John Stepper, der Autor des Buchs Working out Loud, beschreibt WOL als Methode um Beziehungen aufzubauen oder zu stärken, welche einem dabei helfen können, mehr über ein neues Thema zu lernen, neue Skills zu entwickeln oder ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Das gelingt nicht durch klassisches Netzwerken, sondern durch Beiträge, Großzügigkeit und offene Kommunikation. 

John Stepper erklärt was Working out Loud ist

Ein Beispiel aus dem Buch Working out Loud ist Jordi Muñoz. Jordi hat als Teenager auf einem Forum über Drohnen seine Leidenschaft und seine Learnings geteilt. Der Gründer des Drohnen-Forums Chris Anderson war so beeindruckt von Jordis Expertise, dass er ihn gefragt hat, mit ihm eine Firma zu gründen und das obwohl Jordi noch keine 20 Jahre alt war, schon bald Vater werden würde, keinen College-Abschluss hatte und nur eingeschränkt Englisch sprach.

Sketchnote by Tammy Vora

Die fünf Grundelemente von Working out Loud

  • Beziehungen
  • Großzügigkeit
  • Sichtbare Arbeit
  • Zielgerichtetes Verhalten
  • Wachstumsorientiertes Denken

 Der WOL-Circle ist ein 12-wöchiges Programm, welches man zusammen als Gruppe mit 3-5 Teilnehmern durcharbeitet. Die Circle Guides leiten die Gruppe sehr konkret an. Neben dem Arbeiten an den individuellen Zielen jedes Teilnehmers, verinnerlicht man die Grundelemente von Working out Loud.

Wie kam ich dazu?

Mein Kollege Udo Wiegärtner hat eine Barcamp-Session über WOL bei Paessler gehalten. Ich fand das Konzept einleuchtend und habe erkannt, wie viel Verbesserungspotenzial bei mir besteht. Als meine Kollegin Antonia dann gefragt hat, ob jemand Interesse an einem Circle hätte, habe ich mich gleich gemeldet. 

Was habe ich gelernt?

  • Neue Angewohnheit: Wenn ich etwas neues lerne, überlege ich zuerst, wem diese Info noch helfen könnte.
  • Offen über seine Wünsche zu sprechen fühlt sich gut an
  • Großzügigkeit ist ein Bumerang -> Wenn man seine Expertise teilt, kommt oft mehr davon zurück
  • Erfahrungen zu teilen hilft anderen, aber auch dir selbst
  • Fragen zu stellen ist eine Form der Anerkennung 
  • Man kann mit bekannten Autoren und Experten überraschend leicht ins Gespräch kommen
  • Zu jedem Interessengebiet gibt es Leute im Netz die sich auch dafür begeistern, meistens gibt es auch schon bestehende Communities denen man beitreten kann. 
  • Niemals einen Link, Beitrag oder ein Video teilen ohne eine Erklärung was der Zuschauer erwarten kann
Visualisierung von Sabina Lammert
Visualisierung von Sabina Lammert

Wie kann man einen Circle starten?

Du kannst Leuten von WOL erzählen und sie fragen, ob sie mit dir einen Circle starten wollen; oft klappt das innerhalb der Firma gut.

Du kannst mit fremden Leuten einen Circle starten. Entweder meldest du selbst einen an, oder trittst einem bei unter: https://circlefinder.workingoutloud.com/ 

Was war mein Ziel?

Ein gutes Ziel für Working out Loud sollte folgende Kriterien erfüllen: 

  1. Interessiert mich das?
  2. Kann ich innerhalb 12 Wochen Fortschritte erzielen?
  3. Ist das etwas wobei mir andere Menschen helfen können?
  4. Kann ich es als Lernziel oder Verbesserungsziel formulieren?

Mein größte Motivation im Leben ist meinen Sohn glücklich zu sehen. Sowohl jetzt als auch in Zukunft. Die größte Gefahr in unserer Zukunft ist die Klimakrise, deshalb möchte ich helfen, Wege zu finden um diese Krise aufzuhalten. 

Daher war mein Ziel: 

Ich möchte mehr Menschen kennenlernen, die sich dem Klimaschutz verschrieben haben. Dabei biete ich an, Videoportraits über sie und ihre Projekte zu machen.

Dieses Ziel zu haben, hat mir geholfen herauszufinden, welche Menschen in meinem Netzwerk sich auch um das Thema kümmern. Außerdem habe ich Kontakt aufgenommen zu einigen Menschen in dem Feld, die ich vorher gar nicht kannte. Ein Videoportrait ist sogar schon in der Produktion. Ich habe bereits ein Interview mit einem Fridays for Future Aktivisten gedreht, es fehlen nur noch ein paar zusätzliche Aufnahmen und ich kann mit dem Bearbeiten beginnen. 

Würde ich es empfehlen?

Ja! ich will es sogar nochmal machen. Die 12 Wochen verflogen. Ich fand es toll so viel Neues zu lernen, über mich zu lernen und ich fand es sehr motivierend meine Circle-Kollegen bei ihren Zielen zu begleiten. Außerdem habe ich damit 3 neue Freunde gewonnen. 

mein Working out Loud Circle

Schau gern mal bei ihnen vorbei: 

Hast du schonmal etwas Ähnliches gemacht? Lass uns in den Kommentaren dazu sprechen. 

Wenn du deine Gewohnheiten selbst in die Hand nehmen willst, kann ich dir das Buch Tiny Habits von BJ Fogg empfehlen, mir selbst wurde das Buch von John Stepper (dem Autor von Working out Loud) empfohlen. Meine Buchzusammenfassung dazu findest du hier:

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