Patrick Niedermayer

Der Titel SHOW YOUR WORK! 10 WEGE, AUF SICH AUFMERKSAM ZU MACHEN macht eine weitere Beschreibung des Buches eigentlich schon überflüssig. Nur soviel: Während das Buch Kreative wie mich natürlich direkt anspricht, empfehle ich das auch jedem anderen, der aus irgendeinem Grund seine Arbeit sichtbar machen möchte. Insbesondere (Teil-)Selbstständigen, Menschen die sich vernetzen wollen, Menschen die sich über spezielle Interessen austauschen wollen, Menschen die sich spezialisieren und dafür wahrgenommen werden wollen.

Danke an den Autor Austin Kleon dafür, dass er sein Wissen mit uns teilt!

Wenn du das Buch kaufen und mich gleichzeitig unterstützen möchtest, würde ich mich freuen wenn du einen meiner Affiliate-Links nutzt:

So jetzt zum Buch

1. Du musst kein Einstein sein.

Zeige, dass du Fehler machst und lass Andere mit dir lernen.

Zeige den Amateur in dir. Übrigens: Amateur bedeutet auf französisch Liebhaber. Als Experte kann ich also auch noch Amateur sein.

Ich glaube es kommt ganz darauf an, wie verletzlich dein Expertenstatus ist. Wenn du noch früh im Lernstadium bist, ist es sicher leichter sich als Amateur zu präsentieren. Aber auch als anerkannter Experte kannst du an Authentizität gewinnen, wenn du Menschen an deinen Fehlern teilhaben lässt.

2. Sieh den Prozess, nicht das Produkt.

Es geht beim Teilen nicht um große Kunst, es geht ums Dokumentieren.

Leute wollen den schnöden Alltag sehen und sich mit dir verbinden.

Zeige deine Arbeit, auch wenn es noch nichts zu zeigen gibt. Du kannst kleine Ausschnitte oder Überbleibsel zusammenstellen und sie möglichst spannend arrangieren. Das hilft vielleicht anderen Menschen, die etwas Ähnliches machen wie du, sich aber z.B. mit ihrem Workflow noch nicht so sicher sind. Es kann aber auch dir helfen, frühes Feedback einzuholen, ob du es annimmst ist ja deine Sache.

3. Teile Kleinigkeiten.

Schaue jeden Tag deine erledigte Arbeit an und suche raus, was du davon teilen kannst:

  • Hast du heute etwas gelernt?
  • Im frühen Stadium eines Projektes:
    • Wer hat mich beeinflusst?
    • Was hat mich inspiriert?
  • Wenn du mitten drin bist:
    • Arbeitsmethoden
    • Workflows
    • Ein Zwischenstand deiner Arbeit
  • Fertiges Werk:
    • Das Werk selbst
    • Was hast du weggelassen und warum?
    • Was hast du bei dem Projekt gelernt?

Teilen ist etwas großzügiges, wir hoffen das wir jemanden damit weiterhelfen oder unterhalten können.

Kann ich das Teilen Übersicht. Aus Show YOUR WORK! von Austin Kleon
Aus Show YOUR WORK! von Austin Kleon

„Deine Arbeit zu teilen darf allerdings nicht wichtiger werden als die Arbeit selbst“

Austin Kleon

Teile nur was auch jeder sehen darf.

Was man zeigt Aus Show YOUR WORK! von Austin Kleon
Aus SHOW YOUR WORK! von Austin Kleon

„Mach nicht den Fehler, das Internet für ein Tagebuch zu halten. Gib nicht alles preis. Wähle und formuliere jedes Wort mit Bedacht…“

Dani Shapiro

Die beste Plattform, ist die eigene (Website)

  • Dein eigener Ort im Internet
  • Volle Kontrolle
  • Unabhängig von den Trends der Social Networks
  • Kann sich mit dir entwickeln und wachsen

4. Öffne dein Kuriositätenkabinett.

Keine heimlichen Leidenschaften: Wenn dir etwas gefällt, zeig es.

Teile deine Inspirationsquellen, denn sie zeigen, wer du bist und was du tust. (z.B. Bücher, Zeitschriften, Gedanken, Websites, Musik, Filme, Museen, Ausschnitte aus deinem Notizbuch, Idole, Bookmarks)

Tu, was du am besten kannst. Verlink den Rest.

Jeff Jarvis

Auf anderer Leute Arbeit verweisen ist super. Quellen angeben sollte selbstverständlich sein. Wenn du nicht genau weißt woher etwas stammt, teile es nicht.

Quellenangaben Aus Show YOUR WORK! von Austin Kleon
Aus SHOW YOUR WORK! von Austin Kleon

5. Erzähle gute Geschichten.

Arbeit spricht nicht für sich selbst

Austin Kleon

Den Fehler habe ich sehr oft gemacht. Ich habe ein Video irgendwo gepostet, ohne ein weiteres Wort darüber zu verlieren, ich dachte mein Werk wäre selbsterklärend. Dann bin ich vor ein paar Monaten auf ein Portfolio-Review-Video von the futur (einer Lernplattform für Creative-Professionals) gestoßen. Der Satz „Arbeit spricht nicht für sich selbst“ wurde sehr oft in ähnlicher Form wiederholt.

Niemand weiß was du an diesem Projekt gearbeitet hast, woher die Idee stammt, wie gut es gelaufen ist oder was du dabei gelernt hast; außer du sagst es Ihnen.

Deshalb versuche ich auf meiner Homepage bei jedem meiner Projekte folgende Punkte klar zu kommunizieren:

  • Was war das Ziel?
  • Kurze Beschreibung des Problems
  • Welche Idee sollte das Problem lösen?
  • Was war mein Job bei dem Projekt?
  • Wie war der Ablauf?
  • Noch irgendwelche Erfolge?

Menschen wollen wissen, woher das Projekt kommt, wie es entstanden ist und wer es gemacht hat. Dadurch können sich Zuschauer ganz anders mit einem sonst kühlen, distanzierten Werk verbinden.

Bilder sagen, was wir sie sagen lassen wollen. Aus Show YOUR WORK! von Austin Kleon
Aus SHOW YOUR WORK! von Austin Kleon

Willst du dich selbst und deine Arbeit effizienter teilen, dann Arbeit an deinem Erzähltalent

Austin Kleon

Geschichten brauchen stabile, logische Strukturen, die das Leben leider nur selten bietet. Unser Job ist es, unsere Geschichten zu formen, zu schleifen und von Ablenkungen zu reinigen, bis sie spannend und unterhaltsam sind.

An der Stelle habe ich noch einen weiteren Buchtipp: Storyworthy von Matthew Dicks. Ich bin durch einen Kollegen auf das Buch gestoßen. Es bietet eine Menge konkreter Tipps um Geschichten zu strukturieren, zu formen und zu verbessern, inklusive einiger großartiger Beispiele. Matthew Dicks ist in meinen Augen ein echter Meister im Geschichten erzählen.

Da ich von diesem Buch so begeistert war, habe ich auch dazu meine Buchnotizen geteilt und eine Buchzusammefassung geschrieben.

https://patrick-niedermayer.de/storyworthy

Eine gute, spannende Geschichte hört jeder gern, aber nicht jeder ist von Haus aus ein begnadeter Erzähler. Man muss dafür ein Leben lang trainieren.

Austin Kleon

6. Teile dein Wissen.

Verrate deine Tricks und teile was du gelernt hast.

Lerne Lehre - Aus Show Your Work! von Austin Kleon
Aus SHOW YOUR WORK! von Austin Kleon

Indem du dein Wissen weitergibst, wächst das Interesse an deiner Arbeit

Austin Kleon

7. Werde nicht zu Spam.

Sei still, hör zu!

Austin Kleon

Wer schreiben will, sollte auch lesen wollen. Wer nehmen will, muss auch geben wollen.

Teilen Spektrum - Aus SHOW YOUR WORK! von Austin Kleon
Aus SHOW YOUR WORK! von Austin Kleon

Um von einer Gemeinschaft anerkannt zu werden, muss man sich einfügen:

  • um Buchtipps fragen
  • um Hilfe fragen
  • um Rat fragen

Das Ziel ist nicht die Anzahl an Follower, sondern die richtigen Menschen zu finden. Mach worauf du Lust hast, dann teile was du gemacht hast und die richtigen Menschen finden dich.

8. Stecke (Rück-)Schläge ein.

Ignoriere Trolle. Trolle wollen dir nichts Gutes, also blockiere und ignoriere sie einfach.

Auf Trolle reagieren - Aus SHOW YOUR WORK! Von Austin Kleon
Aus SHOW YOUR WORK! Von Austin Kleon

9. Ausverkauf.

Schäme dich nicht dafür, für deine kreative Arbeit Geld zu nehmen, wir alle müssen Rechnungen bezahlen.

Wenn du Geld im Voraus für ein Projekt brauchst, probiere es mit Crowdfunding.

Wenn deine kostenlos verfügbare Arbeit einen Wert hat (was sie sollte), dann frag nach einer Spende. z.B. mit einem Spendenbutton auf der Website.

Erstelle eine Mailingliste und sammle Email Adressen, z.B. über deine Website. Solltest du irgendwann etwas anzukündigen oder zu verkaufen haben, erreichst du deine Kontakte auch wirklich. An der Stelle verweise ich mal auf meinen Newsletter 😉. Die Anmeldung geht ganz einfach. Wenn du angemeldet bist gehörst du zu den Menschen die meine frischen Blogartikel als Erste bekommen.

10. Dranbleiben.

Mach immer weiter.

Nutze das Ende des einen Projektes als Anfang für das nächste Projekt.

Arbeite wie ein Kettenraucher, ein Projekt nach dem Anderen. Solltest du ein neues Streichholz (eine Pause) brauchen, nimm dir ein Sabbatical, selbst wenn es nur ein kleines ist (eine Woche, ein Tag, eine Stunde).

Wenn du alles gelernt hast, was es für deine Arbeit zu lernen gibt, such dir etwas Neues.

Wenn du mit einem Werk fertig bist, wirf deine Arbeit weg und fang von vorne an.

manche Empfehlung mag ein Fehler sein. Nimm, was du gebrauchen kannst, und lass den Rest weg

Austin Kleon

Fällt es dir leicht deine Arbeit zu zeigen?

Wenn ja, was ist dein Prozess? Wenn nein was steht dir im Weg?

Lass uns in den Kommentaren reden.

Ich hoffe meine Notizen zu dem Buch helfen dir, mehr Teilbare Inhalte zu finden.

Mir selbst hat das Buch einige Male die Augen geöffnet. Besonders Kleinigkeiten oder halbfertige Arbeit zu teilen, hatte ich vorher gar nicht in Betracht gezogen und möchte ich mehr und mehr machen. Wenn du wissen willst, was ich abseits dieses Blogs teile, schau gerne mal auf meinem Twitter– oder LinkedIn Profil vorbei. Wenn du schon da bist, lass es mich wissen und sag „hallo“.

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